Ihre regionale Marke hat einen Vertrauensvorschuss, den keine Wholesale-Marke kaufen kann...Und genau dieser Vorschuss verpufft, wenn Sie ihn nicht selbst nutzen.
Was Open Access für die eigene Marke bedeutet
Open Access bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Netzbetreiber selbst auf eigene Endkundenvermarktung verzichtet. Es bedeutet nur, dass er sein Netz zusätzlich öffnet. Trotzdem erlebt man in der Praxis: Sobald die ersten Wholesale-Partner live gehen, zieht sich der Netzbetreiber selbst etwas aus dem aktiven Vertrieb zurück, als wäre die eigene Marke jetzt überflüssig geworden.
Warum der Rückzug ein strategischer Fehler ist
Das ist strategisch ein Fehler. Denn kaum eine Wholesale-Marke bringt den Vertrauensvorschuss mit, den ein lokal verwurzelter Netzbetreiber seit Jahrzehnten aufgebaut hat, über die Wasserrechnung, das gesponserte Vereinsfest, den Nachbarn, der im Bauhof arbeitet. Dieser Vorschuss ist ein Vertriebsargument, das keine bundesweite Marke einfach nachbauen kann, egal wie groß ihr Werbebudget ist.
Wer diesen Vorteil ungenutzt lässt, überlässt genau die Kunden, die am leichtesten zu überzeugen wären, den fremden Marken auf dem eigenen Netz.
Die Doppelstrategie: Netz öffnen, selbst vermarkten
Konkret heißt das: die eigene Vermarktung parallel zur Wholesale-Öffnung aktiv weiterführen. Und zwar als eigenständiges Angebot mit dem eigenen Vertrauensvorschuss als zentralem Argument. Ein Gesicht auf der Bestellseite. Ein Ansprechpartner mit Namen. Genau das, was eine Wholesale-Marke kaum glaubwürdig bieten kann.
Aus 'wir öffnen das Netz für andere' wird 'wir öffnen das Netz und bleiben selbst die erste Adresse'. Aus Rückzug wird Doppelstrategie.
Wie aktiv vermarkten Sie noch, seit die ersten Wholesale-Partner live sind?
Machen statt Meinen.

